Schnelleinstieg durch Klick öffnen
Integration NL 2026.VOL3

Pipeline-Konzept in SAP Cloud Integration: Die Konfiguration im Griff behalten

Je mehr Schnittstellen auf die Pipeline umziehen, desto wichtiger wird eine Frage: Wenn die Flüsse generisch sind, wo steckt dann die Logik, und wie pflegt man sie sicher?

ein dynamisches bild mit leuchtenden kabeln vor einem schwarzen Hintergrund. Davor die Überschrift des Artikels

In unserem Beitrag „Das neue Pipeline-Konzept in SAP Cloud Integration: Es darf in keinem Werkzeugkasten fehlen!“ haben wir gezeigt, warum sich das Pipeline-Konzept für asynchrone Szenarien lohnt: wiederverwendbare Bausteine, ein zentraler Einstiegspunkt für IDoc- und XI-Nachrichten und weniger einzelne Integrationsflüsse. Seitdem hat SAP das Konzept laufend weiterentwickelt. Besonders bei Migrationen von SAP PO bringt es einen Mehrwert, weil sich viele ähnliche Szenarien auf wenige generische Flüsse abbilden lassen.

Je mehr Schnittstellen auf die Pipeline umziehen, desto wichtiger wird eine Frage: Wenn die Flüsse generisch sind, wo steckt dann die Logik, und wie pflegt man sie sicher?

Die Logik steckt im Partner Directory

Im Pipeline-Konzept entscheiden nicht die Integrationsflüsse, wohin eine Nachricht geht. Das steht im Partner Directory der SAP Integration Suite: XSLT-Stylesheets für die Empfänger- und Interface-Ermittlung, Parameter für Endpunkte, Queues und Schalter sowie die Zuordnung von Sender und Schnittstelle zum richtigen Szenario.

Die Integration Suite bringt dafür eine eigene Oberfläche mit, in der sich Einträge anlegen, ändern und löschen lassen. Sie ist aber allgemein gehalten und kennt das Pipeline-Konzept nicht.

Das Problem im Alltag

Wer Pipeline-Szenarien über die Standardoberfläche pflegt, arbeitet sehr technisch:

  • Viele technische Parameter. Die Pipeline erwartet Einträge mit genau festgelegten Namen, teils mit dem Empfänger als Namensbestandteil. Ein falscher Buchstabe, und der Eintrag wird nicht gefunden.

  • XSLT von Hand. Jeder neue Empfänger und jede zusätzliche Routing-Bedingung heißt, ein XSLT zu schreiben oder anzupassen. Fehler fallen oft erst auf, wenn Nachrichten falsch oder gar nicht ankommen.

  • Vertippt heißt manchmal: neu anlegen. Nicht jeder Teil eines Eintrags lässt sich nachträglich ändern. Dann bleibt nur, die Einträge zu löschen und neu anzulegen.

  • Kein Transportweg. Die Inhalte müssen vom Entwicklungs- in den Test- und Produktivtenant, einen Transport dafür gibt es nicht. Also wird in jedem Tenant von Hand nachgepflegt.

Bei einer PO-Migration mit vielen Szenarien summiert sich das schnell.

Inspiration aus der SAP-Community

SAP hat mit dem Partner Directory Accelerator for Pipeline Concept ein Open-Source-Werkzeug auf GitHub veröffentlicht. Es erzeugt XSLTs aus einer tabellarischen Eingabe und repliziert Inhalte zwischen den Tenants einer Landschaft. Die Idee hat uns überzeugt, für den Einsatz bei unseren Kunden wollten wir aber einiges anders lösen: Das SAP-Werkzeug läuft lokal, jede Person hinterlegt eigene API-Zugänge zu den Tenants, und diese liegen im Klartext auf dem jeweiligen Rechner.

Unsere Lösung: der snap Pipeline Accelerator

Der snap Pipeline Accelerator ist eine Web-Anwendung auf SAP BTP, die direkt mit den Cloud-Integration-Tenants spricht.

Zentral statt individuell. Die Zugänge zu den Tenants werden einmal hinterlegt und verschlüsselt auf dem Server gespeichert. Niemand braucht eigene API-Schlüssel, und auf den Rechnern der Anwender liegen keine Zugangsdaten.

Berechtigungen über SAP BTP. Die Anmeldung läuft über die BTP-Benutzerverwaltung. Über Rollensammlungen steuern Sie, wer nur lesen und wer ändern darf.

Alle Szenarien auf einen Blick. Eine Tabelle zeigt alle Szenarien samt Routing-Pfad: welcher Empfänger, welche Schnittstelle.

Fachliche Masken statt technischer Parameter. Empfänger, Bedingungen und Interface-Zuordnungen werden in Formularen gepflegt. Die Anwendung kennt die Namenskonventionen der Pipeline, erzeugt die richtigen Einträge samt XSLT und liest bestehende XSLTs wieder ein. Für die Arbeit direkt im Code gibt es einen XSLT-Editor.

Transport und Landschaftsverwaltung. Szenarien samt XSLTs und Parametern lassen sich in andere Tenants replizieren, wahlweise mit Überschreiben bestehender Einträge und mit Protokoll. Auch Tenant-Stufen und Backend-Systeme werden zentral gepflegt und transportiert. Das kann das SAP-Werkzeug nicht.

Aufräumen alter Einträge. Migrationshilfen stellen veraltete Einträge auf die aktuelle Struktur um und führen getrennte XSLTs zu einem kombinierten zusammen.

Für Kunden heißt das: schnellere Routing-Änderungen, weniger Tippfehler, ein vollständiger Weg bis in die Produktion und eine Pflege, die nicht mehr an den wenigen hängt, die sich alle technischen Parameter merken können.

Mit der Pflege ist es nicht getan

Eine Pipeline einzurichten kann durchaus komplex sein. Was passiert, wenn ein Empfängersystem ausfällt? Wer wird alarmiert, wenn Nachrichten hängen bleiben? Wie werden fehlerhafte Nachrichten wieder angestoßen und die Queues verwaltet? Und ist die Pipeline für das erwartete Volumen richtig eingerichtet? Vieles davon ist konfigurierbar, für die richtige Konfiguration braucht es aber Hintergrundwissen.

Wir helfen gerne, ob mit der SAP-Standardoberfläche, dem Open-Source-Werkzeug von SAP oder dem snap Pipeline Accelerator: beim Setup und der Pflege des Partner Directory ebenso wie bei Alerting, Recovery, Queue-Verwaltung und Dimensionierung.

Sie setzen das Pipeline-Konzept bereits ein oder planen eine Migration von SAP PO? Sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen den snap Pipeline Accelerator gerne in einem kurzen Termin und klären, wo Sie mit Ihrer Pipeline stehen.

Events

  • Webinar - Rechnungen, die ankommen. Signiert. Sicher. Automatisch. — Direkt aus SAP.

  • Webinar - Neu: snap Registrierkasse Clean Core Edition - gesetzeskonforme Fiskalisierung nach RKSV für SAP Cloud ERP

Anfrage

Ihr Interesse:

Captcha* Captcha

Bitte dieses Feld NICHT ausfüllen!
In dringenden Fällen rufen Sie uns bitte an!
  • +49 811 124400-0 (DE)
  • +43 1 617 57 840 (AT)