Joule Work: Der nächste Schritt von KI im Unternehmensalltag
Auf der SAP Sapphire 2026 stellte SAP Joule Work als Teil der neuen Vision einer Autonomous Enterprise vor: einen zentralen Workspace, der Unternehmensdaten, Anwendungen und Agenten-Workflows an einem Ort vereint. Joule wird in dieser Gesamtarchitektur zum zentralen Einstiegspunkt für Anwenderinnen und Anwender.
Für die Erledigung von Aufgaben muss damit künftig nicht mehr zwischen verschiedenen Fiori-Apps gewechselt werden. Das gewünschte Ergebnis wird in der Joule-Konversationsoberfläche in natürlicher Sprache formuliert. Anschließend delegiert Joule die Aufgabe an KI-Assistenten, die KI-Agenten koordinieren, und bereitet das Ergebnis in einem dynamischen User Interface auf.
Von der Eingabe zur Aktion
Joule Work bringt drei zentrale Elemente zusammen:
Conversations ermöglichen den Einstieg über natürliche Sprache. Mitarbeitende beschreiben das gewünschte Ergebnis und müssen sich nicht durch mehrere Fiori-Anwendungen klicken.
Spaces schaffen dynamische Arbeitsbereiche für konkrete Ziele oder Problemstellungen. Dort werden relevante Daten, Tools und Kontextinformationen passend zur aktuellen Aufgabe gebündelt.
Develop öffnet den Zugang zu Joule Studio, mit dem Unternehmen eigene KI-Agenten, Apps und Automatisierungen entwickeln können.
Der Fokus von Joule Work liegt ganz klar auf dem Ergebnis: weniger Navigation, schnellere Aktionen und dynamische Anzeige von Daten, die wirklich relevant sind.
KI-Agenten im Geschäftskontext
Ein wichtiger Baustein sind Joule Assistants und Joule Agents. Assistants verstehen Rolle und Geschäftskontext und koordinieren spezialisierte Agents. Diese können Aufgaben wie Datenanalysen, Handlungsempfehlungen oder mehrstufige Workflows durchführen.
Joule Work ist darauf ausgelegt, Abläufe über SAP- und Nicht-SAP-Systeme hinweg zu unterstützen. So entsteht ein einheitlicher Zugang zu KI-gestützter Arbeit, ohne dass jede Fachabteilung eine eigene Insellösung aufbauen muss.
Arbeiten im Browser, auf dem Desktop und Smartphone
Genutzt werden kann Joule Work flexibel: als Web App für zentrale Workspaces, als Desktop App für Aufgaben rund um lokale Dateien und Anwendungen sowie auf mobilen Geräten unterwegs.
Unser Fazit
SAP folgt mit Joule Work dem aktuellen Trend zu KI-Super-Apps und zeigt, wohin sich Enterprise AI entwickelt: vom isolierten Chat-Assistenten hin zu einer zentralen Arbeitsumgebung, die Menschen, Daten, Prozesse und KI-Agenten verbindet.
Es wird noch einige Zeit dauern, bis dieses neue Interaktionsmodell in der Breite des Unternehmensalltags angekommen ist. Bewährte Konzepte wie eine SAP Build Work Zone mit sinnvoll strukturierte Pages und Spaces und Fiori-Apps werden dadurch nicht von heute auf morgen verschwinden. Perspektivisch wird Joule Work diese Arbeitsweisen jedoch deutlich erweitern und verändern.
Für Unternehmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die technischen Grundlagen dafür zu schaffen. Sind kundenspezifische Anwendungen für Joule auffindbar und nutzbar? Sind wichtige Unternehmensdaten und Prozesse über saubere Schnittstellen, Berechtigungen und semantische Modelle erschließbar? Entsprechen Eigenentwicklungen den Clean-Core-Prinzipien?
Wer schon heute zukunftssicher entwickelt, schafft die Basis dafür, dass Joule nicht nur von SAP ausgelieferte Standardprozesse unterstützt, sondern auch unternehmensspezifische Besonderheiten korrekt berücksichtigt. Denn genau dort liegen häufig die Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens.
Sie möchten prüfen, welche Joule- und Business-AI-Szenarien für Ihr Unternehmen sinnvoll sind? Sprechen Sie uns an. Gemeinsam identifizieren wir konkrete Anwendungsfälle und den passenden Einstieg.
Wir begleiten Sie auch in einem modernen Entwicklungsprozess, damit die Anwendungen, die Sie heute bauen, auch im Zeitalter der Autonomous Enterprise nutzbar bleiben.