UML Unified Modeling Language ist auch für die ABAP-Welt interessant - oder so verstehen Sie die Anforderungen der Fachabteilungen besser und haben sogar eine Programmdokumentation.
Jeder in der IT hat es schon unzählige Male erlebt, es gibt aus der Fachabteilung eine neue Idee oder Anforderung für eine Softwarelösung, jedoch fällt es der Fachabteilung schwer, ihre Anforderungen so zu formulieren, dass die IT Abteilung auch wirklich weiß was gewünscht wird. So fängt man oftmals mit der Programmierung an, baut dann noch ein paar „Mascherln“ ein - produktiv gesetzt und dann läuft das Programm hoffentlich eine Zeit lang. Wenn es auch so ohne genaue Anforderungsanalyse funktioniert hat, Hut ab! Jedoch was ist, wenn nach einem Jahr Fachabteilungen Verbesserungen/Anpassungen am implementierten Prozess durchführen wollen, wer weiß da noch was im Detail wie implementiert wurde? Mit dem Entwickler möchten wir nicht tauschen! "Happy Debugging ;-)"
Es geht aber auch ein wenig strukturierter und das Schöne ist, man muss sich nicht einmal eine neue Methode überlegen, sondern kann mit UML auf einen etablierten Standard (OMG & ISO/IEC 19501) zurückgreifen.
Viele denken bei der UML an irgendwas Abstraktes, Komplexes - erdacht von Technikern für Techniker. Es mag schon stimmen, dass die UML in Ihrer Gesamtausprägung mit Ihrer Vielzahl an Modellen/Diagrammen sehr umfassend ist, jedoch erstellt man sich für die eigene Entwicklungsprojekte einen eigenen kleinen Werkzeugkasten, der diese Projekte optimal unterstützt. So kommt dieser in typischen SAP ABAP Projekten sehr oft mit folgenden 3 unterschiedlichen Diagrammen aus.
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(Use Case Diagram) |
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(Class Diagram) |
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(Activity Diagram) |
Hat man das System nun ausreichend gemeinsam mit den Fachabteilungen modelliert (Ergebnis ist z.B. ein Lastenheft), kann man die Modelle noch um technische Details erweitern um zu einem sauberen Pflichtenheft zu kommen. Das Schöne ist, dass ich nicht mehrere Dokumente pflegen muss, sondern die Dokumente (PDF, RTF, HTML, doc) direkt aus den Modellen generieren kann. Was in ein Dokument generiert wird, kann über einen entsprechenden Report gesteuert werden - von den Diagrammen bis hin zu einer firmenspezifischen CI.
Somit hat man eine Standard Methodik um: 1) Anforderungen zu erheben, 2) ein Pflichtenheft zu erstellen, 3) aus den Use Case Diagrammen Testfälle zu erstellen, 4) und Aufwände mittels einer anerkannten Methode zu berechnen (geht auch vollautomatisch mittels Report)
Abschließend betrachtet erkennt man, dass es mit der UML auch für die ABAP Welt eine passende, standardisierte und einfach zu lernende Softwareentwicklungsmethodik gibt. Eine primäre Herausforderung ist jedoch das Integrieren der UML Methodik in den eigenen Entwicklungsprozess ohne sich gleich zu überheben. Empfehlung hier von unserer Seite: ¹ Klein Anfangen ² Erste Erfahrungen sammeln und dann ³ für das eigene Unternehmen einen Best Practice Ansatz wählen und etablieren.

