Seit September 2009 arbeitet die Apotheke des Universitätsklinikum Dresden als erstes deutsches Universitätsklinikum produktiv mit dem SAP-Apothekenmanagement. Für die Zusammenarbeit in diesem Pilotprojekt bedanken wir uns herzlich bei allen Beteiligen. Trotz des engen Zeitplans haben wir es gemeinsam in nur 4 Monaten geschafft die Phase 1 erfolgreich produktiv zu setzten!
Hier ein kurzer Überblick:
Die Materialanforderungen werden aus dem IS-H direkt in der neuen Plausibilitätsprüfung der Apotheke verarbeitet. Der Status der Anforderungen kann jederzeit nachvollzogen werden. Aus der Plausibilitätsprüfung werden sämtliche Verarbeitungsprozesse (Bestellanforderungen, Reservierungen und Lieferungen) angestoßen, so dass die Folgeverarbeitung automatisiert wird. Im Lieferungsmonitor werden alle Warenausgangsbuchungen geprüft und mit einer Sammelverarbeitung verbucht. Bei dieser Buchung werden Warenbegleitscheine mit Informationen der Apotheke (z.B. Lagerungsbedingungen, Substitutionen…) gedruckt.
Im Rahmen der Phase 1 wurde auch die ABDA-Datenbank angebunden und ermöglicht der Apotheke nun einen Zugriff auf alle Informationen der ABDA-Datenbank über das Medikamenteninfosystem. Durch den Änderungsdienst der ABDA können nun alle Materialstammdaten automatisch aktualisiert werden. Der Materialstammgenerator ermöglicht außerdem eine Schnellanlage neuer Materialstammdaten.
In der Phase 2 werden nun sukzessive alle anfordernden Abteilungen auf die neue Anforderungsoberfläche des SAP- Apothekenmanagement geschult und umgestellt. Um diesen Prozess zu erleichtern wurde eine spezielle Umstellungslogik implementiert, die es dem UKD ermöglicht einen parallelen Betrieb, so lange zu erhalten bis alle Abteilungen vollständig auf die neue Anforderungsoberfläche umgestellt sind. Außerdem werden in der Phase 2 einige der kundenspezifischen Entwicklungen im Apothekenmanagement standardisiert und modernisiert. Neben diesen Prozessen wird auch der Web-Shop für Kunden der Apotheke des UKD implementiert. Die ambulante Abrechnung wird gemeinsam mit dem UKD konzipiert und im Rahmen des SAP-Apothekenmanagement als neue Funktionalität entwickelt.
Die Klinik-Apotheke des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden (AöR) beliefert :
- 24 Kliniken,
- 15 Institute und
- fünf selbstständige Abteilungen mit
- insgesamt 227 Verbrauchsstellen.
Für 1315 Planbetten sind 75 Stationen, 22 OP-Säle sowie zahlreiche Klinikambulanzen zu versorgen mit:
- Arzneimitteln,
- Narkosebedarf,
- Röntgenkontrastmitteln,
- Humanalbumin und Immunglobulinen,
- Intraokularlinsen und ausgewählten Implantaten,
- Laborbedarf,
- Desinfektionsmitteln
- Trink- und Sondennahrung
Zusätzlich erfolgt die Belieferung von fünf Fremdhäusern mit ungefähr 1200 Betten entsprechend der Versorgungsverträge.
